<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Autopilot</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Autopilot"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.tmh.player.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Autopilot rootpage-Autopilot skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Autopilot</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Ein <b>Autopilot</b> ist ein System, das die <a href="Flugbahn" class="mw-redirect" title="Flugbahn">Flugbahn</a> eines <a href="Luftfahrzeug" title="Luftfahrzeug">Luftfahrzeugs</a>, <a href="Wasserfahrzeug" title="Wasserfahrzeug">Wasserfahrzeugs</a> oder <a href="Raumfahrzeug" class="mw-redirect" title="Raumfahrzeug">Raumfahrzeugs</a> steuert, ohne dass eine ständige manuelle Steuerung durch einen Menschen erforderlich ist. Autopiloten ersetzen nicht den menschlichen Bediener, vielmehr unterstützt der Autopilot den Bediener bei der Steuerung des Fahr- oder Flugzeuges, so dass dieser sich auf umfassendere Aspekte des Betriebs konzentrieren kann (z. B. Überwachung der Flugbahn, des Wetters und der Bordsysteme).
</p><p>In der Regel handelt es sich um einen <a href="Computer" title="Computer">Computer</a>, der Umgebungsinformationen von den Instrumenten des Fortbewegungsmittels verarbeitet, um zu ermitteln, wie das Fortbewegungsmittel gesteuert werden soll.
</p><p>Falls es zu Schwierigkeiten kommen sollte, werden optische oder akustische Warnsignale gegeben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Definition">Definition</h2></div>
<p>Der Begriff „Autopilot“ ist ein <a href="Komposition_(Grammatik)" title="Komposition (Grammatik)">Kompositum</a> der zwei Begriffe „<a href="Automat" title="Automat">Automat</a>“ und „<a href="Pilot" title="Pilot">Pilot</a>“.
</p><p>Das Wort Pilot, welches vom französischen „pilote“<sup id="cite_ref-duden.de_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-duden.de-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> kommt, hat seinen Ursprung im griechischen Begriff „pedotta“<sup id="cite_ref-duden.de_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-duden.de-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, der frei als <a href="Steuermann" title="Steuermann">Steuermann</a> oder Lotse übersetzt werden kann. Heutzutage ist diese Definition jedoch nicht mehr gebräuchlich. Das Lexikon der Luftfahrt definiert einen Piloten „als ein Teil der Besatzung an Bord eines Flugzeuges“. „[Genauer handelt es] sich um den Flugzeugführer“<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, welcher das <a href="Luftfahrzeug" title="Luftfahrzeug">Luftfahrzeug</a> steuert. Der <a href="Duden" title="Duden">Duden</a> definiert „Pilot als jemanden, der [berufsmäßig] ein Flugzeug steuert“<sup id="cite_ref-ReferenceA_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-ReferenceA-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, was auch daran liegt, dass heute der Begriff hauptsächlich mit der Luftfahrtbranche in Verbindung gebracht wird. Jedoch gibt es laut Duden<sup id="cite_ref-duden.de_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-duden.de-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> andere Bedeutungen dieses Begriffs, z. B. Rennfahrer oder „jemand, der einen Bob lenkt“.<sup id="cite_ref-ReferenceA_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-ReferenceA-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei wird ein Pilot in der Seemannssprache auch als ein <a href="Lotse" title="Lotse">Lotse</a> bezeichnet. Früher wurde der Begriff Pilot oft allgemeiner verwendet, um einen Fahrzeugführer zu bezeichnen, der ein Fahrzeug jeder Art steuerte.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der zweite Begriff, „Automat“, stammt vom französischen „automate“, das wiederum dem griechischen „autómatos“<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> entspringt. Übersetzt bedeutet es so viel wie „sich selbst bewegend, aus eigenem Antrieb“. Automaten sind folglich Maschinen, die vorbestimmte Abläufe selbstständig, also automatisch, ausführen.
</p><p>Die amerikanische Luftfahrtbehörde <a href="Federal_Aviation_Administration" title="Federal Aviation Administration">FAA</a> definiert einen Autopiloten als ein „[…] Flugkontrollsystem, welches automatisch das Flächen-, Höhen- und in manchen Fällen das Seitenleitwerk anspricht, um der Route [welche vom Piloten vorgegeben wurde,] zu folgen oder Höhe, Sink-/Steiggeschwindigkeit und Kurs zu befolgen“.<sup id="cite_ref-:5_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-:5-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Jedoch ist ihre Definition nur im Bereich der <a href="Luftfahrt" title="Luftfahrt">Luftfahrt</a> und selbst dort nicht für alle Systeme allgemein gültig. Somit ist ihre Definition nicht ganz ausreichend. Wenn man also die beiden Begriffe, wie sie oben definiert wurden, verbindet, kann man „Autopilot“ als ein System definieren, das automatisch anhand von äußeren Einflüssen und Informationen selbstständige Entscheidungen trifft und daraufhin ein Fahrzeug, sei es ein Luftfahrzeug oder eine andere Art von Fahrzeug, steuert. Damit kann es Lage, Richtung, Geschwindigkeit des Fahrzeuges beeinflussen.<sup id="cite_ref-:8_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anwendungsgebiete">Anwendungsgebiete</h2></div>
<p>Autopiloten werden heute in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen und für unterschiedliche Zwecke verwendet. Dazu zählt vor allem die Entlastung des Menschen, was aufgrund von immer komplexer werdenden Systemen zunehmend nötig wurde. Autopiloten werden heute meist nur mit der Luftfahrt in Verbindung gebracht, und die meisten Menschen kennen auch nur Autopiloten, die im <a href="Flugzeug" title="Flugzeug">Flugzeug</a> Verwendung finden. Jedoch werden bereits weitere <a href="System" title="System">Systeme</a> und Fahrzeuge mit einem Autopiloten ausgestattet. Abgesehen von der <a href="Luftfahrt" title="Luftfahrt">Luftfahrt</a> werden Autopiloten, welche der obigen Definition entsprechen, auch in der <a href="Raumfahrt" title="Raumfahrt">Raumfahrt</a>, <a href="Seefahrt" title="Seefahrt">Seefahrt</a>, <a href="Automobil" title="Automobil">Automobilfahrt</a> und <a href="Robotik" title="Robotik">Robotik</a> eingesetzt, um Fahrzeuge zu steuern.<sup id="cite_ref-:8_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Autopiloten_in_der_Schifffahrt">Autopiloten in der Schifffahrt</h3></div><p>
Autopiloten auf <i>Schiffen</i> übernehmen die Steuerung nach einem festen Kurs, nach einer vorgegebenen Route (Wegpunkt-Liste) oder bei Segelschiffen nach dem Wind (Windfahnensteuerung). Auf größeren Schiffen sind sie in ein umfassendes <a href="Electronic_Chart_Display_and_Information_System" title="Electronic Chart Display and Information System">elektronisches Navigationssystem (ECDIS)</a> integriert.</p>
<p>Der Autopilot berechnet aus verschiedenen Datenquellen die erforderliche Kurskorrektur. Gemessen wird der gesteuerte Kurs (<a href="Kompasskurs" class="mw-redirect" title="Kompasskurs">Kompasskurs</a> oder <a href="Kurs_%C3%BCber_Grund" class="mw-redirect" title="Kurs über Grund">Kurs über Grund</a>), der mit dem vorgegebenen Kurs über Grund verglichen wird. Aus dem Unterschied wird ein Steuersignal gebildet, das mechanisch oder hydraulisch auf die Steueranlage wirkt und über das Ruderblatt das Schiff zu einer Kursänderung bringt.
</p><p>Moderne Geräte bestimmen den Kurs des Schiffes mit einem <a href="Kreiselkompass" title="Kreiselkompass">Kreiselkompass</a> oder über <a href="Global_Positioning_System" title="Global Positioning System">GPS</a>. Sie berücksichtigen auch Schlinger- und Schlierbewegungen durch Seegang und Windböen, Winddrehungen, <a href="Meeresstr%C3%B6mung" title="Meeresströmung">Strömungen</a> (<a href="Abdrift" title="Abdrift">Abdrift</a>: Unterschied zwischen <a href="Kurs_%C3%BCber_Grund" class="mw-redirect" title="Kurs über Grund">Kurs durch Wasser</a> und <a href="Kurs_%C3%BCber_Grund" class="mw-redirect" title="Kurs über Grund">Kurs über Grund</a>) und Veränderungen des Erdmagnetfeldes. Über eine <a href="Wegpunkt" title="Wegpunkt">Wegpunktliste</a> oder per Mausklick direkt auf der Seekarte können Routen eingegeben werden, die dann vom Autopiloten automatisch abgefahren werden. Beim Erreichen eines Wegpunktes erfolgt eine akustische Information, und das Gerät schaltet automatisch auf den nächsten Wegpunkt weiter.
</p><p>Auf großen Schiffen ist der Autopilot ein integrierter Bestandteil in einem umfassenden elektronischen Navigationssystem (<a href="Electronic_Chart_Display_and_Information_System" title="Electronic Chart Display and Information System">ECDIS</a>), zu dem auch <a href="Echolot" title="Echolot">Echolot</a>, <a href="Radar" title="Radar">Radar</a>, <a href="Automatic_Identification_System" title="Automatic Identification System">AIS</a>, <a href="Seekarte" title="Seekarte">elektronische Seekarte</a> und vieles mehr gehören. Aufgrund der fortschreitenden Miniaturisierung und des Preisverfalls der hierzu benötigten Technik finden ECDIS-ähnliche Systeme – meist bestehend aus einem Notebook mit Navigations-Software sowie über <a href="NMEA" class="mw-redirect" title="NMEA">NMEA</a>-Schnittstellen verbundenen Peripheriegeräten – zunehmend Einzug auf kleineren Schiffen und selbst auf Fahrzeugen der Sportschifffahrt.
</p><p>Schwerwiegende Folgen können falsch programmierte oder „aus dem Ruder“ laufende Autopiloten nach sich ziehen. Letzteres tritt insbesondere bei zu schwach dimensionierten Systemen auf, beziehungsweise bei besonders heftigen Wellen und Winden oder bei Segelkursen <a href="Kurse_zum_Wind#Am_Wind" title="Kurse zum Wind">vor dem Wind</a>, wenn die Regelautomatik zu schwach oder zu stark reagiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Windfahnensteuerung">Windfahnensteuerung</h4></div>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Mechanische_Windfahnensteuerung">Mechanische Windfahnensteuerung</h5></div>
<p>Die mechanische Windfahnensteuerung nutzt eine <a href="Windrichtungsgeber" title="Windrichtungsgeber">Windfahne</a> am <a href="Heck" title="Heck">Heck</a> des Schiffes, mit der die Windrichtung relativ zum Schiff gemessen wird. Sie reagiert sowohl auf Winddrehungen (Windrichtungsänderung) als auch auf Schiffsdrehungen (Kursänderung). Diese Richtungsänderung wird mechanisch derart auf das Ruderblatt des Schiffes übertragen, dass der Winkel zwischen Schiff und <a href="Scheinbarer_Wind" class="mw-redirect" title="Scheinbarer Wind">scheinbarem Wind</a> immer gleich bleibt. Dadurch fährt das Schiff bei gleich bleibender Windrichtung geradeaus. Der Kurs muss nur bei größeren Winddrehungen korrigiert werden.
</p><p>Mechanische Windfahnensteuerungen werden häufig bei Weltumsegelungen genutzt. Sie sind robust und benötigen keine elektrische Energie.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Elektronische_Windfahnensteuerung">Elektronische Windfahnensteuerung</h5></div>
<p>Bei der elektronischen Windfahnensteuerung wird die Drehung der Windfahne auf der Mastspitze dem Autopiloten als elektrisches Signal zugeführt. Dieser berechnet dann daraus und unter Berücksichtigung des vorgegebenen und des tatsächlichen Kurses des Schiffes die erforderliche Korrektur. Bei modernen Yachten sind Windmesser, Autopilot und Navigationssystem meistens sowieso miteinander vernetzt, so dass keine zusätzliche Ausrüstung erforderlich ist, um den Autopiloten im Windfahnenmodus zu betreiben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Pinnensteuerung">Pinnensteuerung</h4></div>
<p>Bei der Pinnensteuerung wirkt das elektrische Steuersignal über eine elektrisch angetriebene Schubstange mechanisch direkt auf die Pinne. Die meisten sogenannten <i>Pinnenpiloten</i> haben einen elektronischen Kompass direkt eingebaut, so dass außer einer Stromversorgung keine zusätzliche Ausrüstung erforderlich ist, um das Schiff einen Kompasskurs folgen zu lassen. Eingänge für <a href="NMEA" class="mw-redirect" title="NMEA">NMEA</a>-Daten ermöglichen eine Regelung nach Windrichtung oder nach Wegpunkten, womit auch Strömungen und Abdrift kompensiert werden können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Radsteuerung">Radsteuerung</h4></div>
<p>Bei Schiffen mit Radsteuerung sind verschiedene Antriebsmodelle gebräuchlich. Allen gemeinsam ist, dass ein starker Antriebsmotor von einer im Cockpit befindlichen Steuereinheit angetrieben wird. Der Antriebsmotor wirkt entweder auf die Steuerseile oder aber über einen Stempel direkt auf den Ruderquadranten. Dieses System hat den Vorteil, dass bei einem Schaden in der Ruderanlage (z. B. Bruch des Steuerseils) das Schiff noch über den Autopiloten gesteuert werden kann. Auf kleineren Schiffen sind Antriebe mit Hydraulikzylindern selten, bei den Schiffen der Berufsschifffahrt aber verbreitet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Im_Automobil">Im Automobil</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Autonomes_Fahren" title="Autonomes Fahren">Autonomes Fahren</a> und <a href="Selbstfahrendes_Kraftfahrzeug" title="Selbstfahrendes Kraftfahrzeug">Selbstfahrendes Kraftfahrzeug</a></i></div>
<p>Autopiloten in Kraftfahrzeugen werden in der Regel <a href="Fahrerassistenzsystem" title="Fahrerassistenzsystem">Fahrerassistenzsysteme</a> genannt. Ein Autopilot greift per Definition in die Steuerung des Fahrzeuges ein. Einzelne Autopilotfunktionen sind zum Beispiel:
</p>
<ul><li><a href="Spurhalteassistent" title="Spurhalteassistent">Spurhalteassistent</a>: Hält das Fahrzeug in der markierten Spur.</li>
<li><a href="Spurwechselassistent" title="Spurwechselassistent">Spurwechselassistent</a>: Wechselt auf Befehl des Fahrers die Spur. (Achtet dabei aber i. d. R. nicht auf den Verkehr).</li>
<li>Kollisionsvermeidungsassistent: Warnt vor drohenden Auffahrkollisionen und bremst in Verbindung mit dem Notbremsassistenten selbstständig.</li>
<li>Seitenkollisionsvermeidungsassistent: Weicht seitlich aus, falls ein anderes Fahrzeug seitlich zu nahe kommt.</li>
<li><a href="Bremsassistent" title="Bremsassistent">Bremsassistent</a>: Erkennt anhand der Geschwindigkeit, mit der das Bremspedal getreten wird, eine Notbremssituation und bremst dann schneller und stärker, als der Mensch es tut.</li>
<li><a href="Tempomat" class="mw-redirect" title="Tempomat">Tempomat</a>: Regelt die Fahrzeuggeschwindigkeit.</li>
<li>Seitenwind-Assistent: Stabilisiert die Spur bei böigem Seitenwind.</li>
<li>Parkassistent: Erkennt Parklücken und parkt längs oder quer ein.</li></ul>
<p>Der Automatisierungsgrad eines Autopiloten wird durch Autonomiestufen von Level 0 bis Level 5 beschrieben (siehe <a href="Autonomes_Fahren#Automatisierungsgrade_(Stufen)" title="Autonomes Fahren">Automatisierungsgrade</a>). Seit dem Jahr 2023 erreichen Fahrzeuge von <a href="Google_Driverless_Car" class="mw-redirect" title="Google Driverless Car">Google</a> das Level 5 im kommerziellen Betrieb (siehe <a href="Waymo#Kommerzieller_Betrieb" title="Waymo">Waymo</a>). Das bedeutet, dass die Fahrzeuge vollständig autonom ohne Fahrer fahren können. In China fahren seit dem Jahr 2024 in vielen Städten Robotaxis mit Level 5 vollständig autonom ohne Fahrer (siehe <a href="Autonomes_Fahren#Robotaxis_in_China" title="Autonomes Fahren">Robotaxis in China</a>). Auch in Europa gibt es Anstrengungen, selbstfahrende Kraftfahrzeuge zu etablieren. Im kommerziellen Betrieb befindet sich der <a href="Mercedes_Drive_Pilot" title="Mercedes Drive Pilot">Mercedes Drive Pilot</a>, der Level 3 erreicht. Ein Projekt, welches schon erfolgreich in <a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a> getestet wurde, ist <a href="SARTRE" title="SARTRE">SARTRE</a> (Safe Road Trains for the Environment).<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hierbei handelt es sich um ein <a href="Verband_(Verkehr)" title="Verband (Verkehr)">Konvoisystem</a>, das automatisch alle Fahrzeuge miteinander in einem Netzwerk verbindet und diese vollautomatisch steuert. Im Test in Spanien steuerte ein <a href="LKW" class="mw-redirect" title="LKW">LKW</a> alle dahinter fahrenden Fahrzeuge, die alle ihre gemessenen Daten zum Steuerfahrzeug übertrugen.<sup id="cite_ref-:8_7-2" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Tesla%2C_Inc." title="Tesla, Inc.">Tesla, Inc.</a> bietet in seinen Fahrzeugen serienmäßig den <a href="Tesla_Autopilot" title="Tesla Autopilot">Tesla Autopilot</a> an.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Raumfahrt">Raumfahrt</h3></div>
<p>In der Raumfahrtbranche sind Autopiloten heutzutage nicht mehr wegzudenken. Ohne sie wäre die Erforschung und kommerzielle Nutzung des <a href="Weltall" class="mw-redirect" title="Weltall">Alls</a> nicht möglich. Autopiloten werden in <a href="Rakete" title="Rakete">Raketen</a>, <a href="Satellit_(Raumfahrt)" title="Satellit (Raumfahrt)">Satelliten</a> und <a href="Raumsonde" title="Raumsonde">Sonden</a> eingesetzt, um diese beim Start zu steuern, im stabilen <a href="Umlaufbahn" title="Umlaufbahn">Orbit</a> zu halten und um selbstständig Planeten oder andere Objekte in den Tiefen des Alls zu erforschen. Ein Beispiel ist der <a href="Curiosity_(Rover)" class="mw-redirect" title="Curiosity (Rover)">Curiosity-Rover</a> der <a href="NASA" title="NASA">NASA</a>, welcher aktuell auf dem <a href="Mars_(Planet)" title="Mars (Planet)">Mars</a> im Einsatz ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Flugzeuge">Flugzeuge</h2></div>
<p>Die stetig wachsende Komplexität von Luftfahrzeugen sowie der immer dichtere Verkehr würden ein hohes Maß an Konzentration und Arbeit vom Piloten verlangen, wenn dieser das Flugzeug manuell steuern würde. „Ein Autopilot kann hierbei den Piloten bei seiner monotonen und ermüdenden Aufgabe entlasten, das Flugzeug zu steuern […]. Der Pilot ist somit frei sich auf andere Aufgaben zu konzentrieren […]“.<sup id="cite_ref-:0_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Abgesehen von einer präzisen Steuerung des Luftfahrzeuges übernehmen Autopiloten auch andere Aufgaben und unterstützen den Piloten nicht nur im normalen Flug. Moderne Systeme sind in der Lage, die Crew bei Landungen und Starts bei schlechter Wetterlage, wie starken Winden und Nebel, zu unterstützen. Aber auch „vollautomatische Landungen bei schlechten Sichtverhältnissen bis hin zum Sichtverhältnis null“<sup id="cite_ref-:0_11-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (zero visibility) gehören zu den Anwendungsgebieten des Systems. Auch in modernen Hubschraubern kommen Autopiloten zum Einsatz. „Einen großen Hubschrauber […] zu steuern erfordert viel Arbeit und Konzentration von den Piloten ab, da ihnen andere Anforderungen zugrunde gelegt werden“.<sup id="cite_ref-:1_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Namentlich die Fähigkeit zum Schwebeflug stellt sehr hohe Anforderungen an Hubschrauber-Autopilotensysteme.<sup id="cite_ref-:8_7-3" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geschichtliche_Entwicklung">Geschichtliche Entwicklung</h3></div>
<p>Die ersten Systeme, die den Namen „Autopilot“ erhielten, wurden für die Schifffahrt entwickelt, bevor sie ihren Weg in Flugzeuge fanden. Dies begann mit der Erfindung des <a href="Kreiselkompass" title="Kreiselkompass">Kreiselkompasses</a> durch <a href="Hermann_Ansch%C3%BCtz-Kaempfe" title="Hermann Anschütz-Kaempfe">Hermann Anschütz-Kaempfe</a> (im Jahr 1904) und <a href="Elmer_Sperry" class="mw-redirect" title="Elmer Sperry">Elmer Sperry</a> (im Jahr 1908). Diese technische Errungenschaft erlaubte es, eine verlässliche Referenz des Kurses zu erhalten. Dies war zuvor auf Schiffen, die aus <a href="Stahl" title="Stahl">Stahl</a> gebaut wurden, aufgrund der magnetischen Eigenschaften von <a href="Eisen" title="Eisen">Ferrit</a> mithilfe eines <a href="Kompass" title="Kompass">Kompasses</a> schwierig. Diese Kreiselkompasse wurden schnell von der Marine übernommen. Elmer Sperry entwickelte darauffolgend das erste kreiselkompassgesteuerte automatische Steuerungssystem, welches sich schnell in der Schifffahrtbranche durchsetzte. Jedoch war Sperrys Autopilot „eine massive Einheit, welche sich nur praktikabel in der Schifffahrt anwenden ließ, […] aber setzte sich schnell als Standard auf Neubauten von Schiffen durch“<sup id="cite_ref-:2_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-:2-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Elmer Sperrys Sohn <a href="Lawrence_Sperry" title="Lawrence Sperry">Lawrence</a> brachte die Erfindung seines Vaters schließlich ins Flugzeug. Am 18. Juni 1914 demonstrierte er in Frankreich das erste System, welches eine <a href="Curtiss_F" title="Curtiss F">Curtiss C-2</a> ohne Einwirken eines Piloten im Horizontalflug stabil halten und stabilisieren konnte. „Dieser Autopilot bestand aus vier getrennten Kreiseln, jeder rotierte mit 7.000 Umdrehungen pro Minute. Diese Kreisel waren auf die Nulllage aller <a href="Steuerfl%C3%A4che" class="mw-redirect" title="Steuerfläche">Steuerflächen</a> eingestellt und wurden mechanisch mit ihnen verbunden“.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieser frühe Autopilot war schon damals in der Lage, Landungen ohne Einwirkung des Piloten durchzuführen.<sup id="cite_ref-:2_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-:2-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den 30er Jahren entwickelte das Unternehmen <a href="Siemens" title="Siemens">Siemens</a> unter der Bezeichnung „Autopilot II“ eine „automatische Flugzeugsteueranlage“, die nach „vielhundertstündigen Testflügen“ auch im regelmäßigen Streckenverkehr der Deutschen Lufthansa zum Einsatz kam.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Durch die rasante technische Entwicklung, vor allem in der Elektronik, steuerte 1947 der erste elektronische Autopilot eine <a href="Douglas_C-54" title="Douglas C-54">C-54 Skymaster</a> der <a href="US_Air_Force" class="mw-redirect" title="US Air Force">US Air Force</a> über den Atlantik von den USA nach England vollkommen autonom vom Start bis zur Landung in <a href="RAF_Brize_Norton" title="RAF Brize Norton">Brize Norton</a>.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Damals zeigte sich die britische Fachpresse von der Leistung des vollautomatischen Fluges nicht wirklich begeistert. Auch war schon damals klar, dass solch ein System noch eine lange Zeit brauchen würde, um sich fest zu etablieren.<sup id="cite_ref-:3_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-:3-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Oktoberausgabe der Zeitschrift <i>Flight and Aircraft Engineer</i> von 1947 wurde der Autopilot als ein „glorifizierter elektrischer Wecker [beschrieben], welcher vordefinierte Einstellungen […] abarbeitete wenn eine gewisse Zeit verstrich und somit Eingaben an den Piloten weitergab [damit dieser das Flugzeug kontrolliert] und dazu weitere Systeme steuerte, wie das Fahrwerk, Klappen und Triebwerk“.<sup id="cite_ref-:3_17-1" class="reference"><a href="#cite_note-:3-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass schon manche der frühesten Autopilotensysteme vieles beherrschten, was in einem modernen computerisierten System zur Verfügung steht, wie <a href="Schubhebel" title="Schubhebel">Autothrottle</a>, <a href="Trimmung" title="Trimmung">Autotrim</a>, <a href="Gierd%C3%A4mpfer" title="Gierdämpfer">Gierdämpfer</a> sowie automatische Landungen.<sup id="cite_ref-:8_7-4" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Moderne_Autopiloten">Moderne Autopiloten</h3></div>
<p>Vom ersten rein mechanischen bis hin zum voll elektrischen Autopiloten wurden zunehmend voll computerisierte Systeme entwickelt, gesteuert von komplexen <a href="Algorithmus" title="Algorithmus">Algorithmen</a> auf immer schnelleren <a href="Mikroprozessor" title="Mikroprozessor">Mikroprozessoren</a>. Dieser Prozess begann Mitte der fünfziger Jahre mit der ersten <a href="Fly-by-Wire" title="Fly-by-Wire">Fly-by-Wire</a>-Technik (FBW) bei militärischen Fluggeräten, damals noch ausschließlich in den USA. In Europa begann man sich erst Ende der sechziger Jahre mit FBW zu beschäftigen, als Deutschland, Frankreich und England zusammen den <a href="Panavia_Tornado" title="Panavia Tornado">PA-200 Tornado</a> entwickelten. Von den technischen Errungenschaften und Erfahrungen bei der Entwicklung dieses <a href="Mehrzweckkampfflugzeug" title="Mehrzweckkampfflugzeug">Mehrzweckkampfflugzeugs</a> profitierte der Konzern <a href="Airbus" title="Airbus">Airbus</a> und entwickelte daraufhin den <a href="Airbus_A320" class="mw-redirect" title="Airbus A320">Airbus A320</a>, eines der ersten <a href="Verkehrsflugzeug" title="Verkehrsflugzeug">Verkehrsflugzeuge</a>, das ausschließlich über FBW gesteuert wurde – das erste war die <a href="Concorde" title="Concorde">Concorde</a>.<sup id="cite_ref-:1_12-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Durch die zunehmende <a href="Computerisierung" class="mw-redirect" title="Computerisierung">Computerisierung</a> und Vernetzung wuchsen die Aufgaben des Autopiloten stetig an. Moderne Systeme, wie sie heute eingesetzt werden, helfen sogar, die <a href="L%C3%A4rmbel%C3%A4stigung" class="mw-redirect" title="Lärmbelästigung">Lärmbelästigung</a> zu senken sowie Treibstoff zu sparen. Außerdem geht die Entwicklung in Richtung einer zentralen Einheit statt, wie bisher, separater bzw. eigenständiger Systeme. So gab es früher getrennte Rechner für die <a href="Lageregelung" title="Lageregelung">Lageregelung</a>, d. h. einen pro Raumachse, und einen weiteren für die Steuerung der Schubregelung des Triebwerks. Heute hingegen ist es schon üblich, dass alles auf demselben Prozessor ausgeführt wird. Solch ein zentrales System bietet einige Vorteile: So spart man Gewicht, und das Gesamtsystem kann viel komplexere Aufgaben übernehmen, da ihm mehr Daten zur Verfügung stehen. Somit können Autopiloten das Flugzeug während des gesamten Flugs, d. h. einschließlich Start und Landung, automatisch fliegen. Ein Beispiel dafür ist die <a href="Northrop_Grumman_X-47" title="Northrop Grumman X-47">Northrop Grumman X-47</a>, ein im Auftrag der <a href="US_Navy" class="mw-redirect" title="US Navy">US Navy</a> entwickeltes unbemanntes Experimentalflugzeug, das 2013 auf einem Flugzeugträger landete. Jedoch hat noch kein Hersteller gewagt, solch ein pilotenloses System in der zivilen Luftfahrt einzuführen.
</p><p>Manche Systeme, etwa die des Herstellers Airbus, haben sogar die Befugnis, Befehle des Piloten zu übersteuern, d. h. in Notsituationen selbst Entscheidungen gegen den Piloten zu treffen. Ob dies tatsächlich wünschenswert ist, bleibt fraglich, aber ein Computer reagiert jedenfalls schneller als ein Mensch. Andererseits machen sich Fachleute Sorgen darüber, dass Piloten zunehmend zum Beobachter degradiert werden und nur im Notfall eingreifen sollen, obwohl die Computertechnik auch Fehler machen kann.<sup id="cite_ref-:8_7-5" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Klassifizierung">Klassifizierung</h3></div>
<p>Autopiloten werden in drei Kategorien eingeteilt. Dabei wird unterschieden, um wie viele Achsen des Flugzeugs der Autopilot steuern kann. Dabei wird unterschieden zwischen
</p>
<ul><li>einachsigen Autopiloten,</li>
<li>zweiachsigen Autopiloten (mit oder ohne Höhenvorwahl),</li>
<li>dreiachsigen Autopiloten und</li>
<li>vierachsigen Autopiloten.</li></ul>
<p>Beim einachsigen Autopilot steuert dieser nur die <a href="Querruder" title="Querruder">Querruder</a> an, um die Längsachse (Hochachse) zu steuern. Dies wird auch als <i><a href="Rollen_(L%C3%A4ngsachse)" title="Rollen (Längsachse)">Rollen</a></i> bezeichnet. Dabei werden nur die Flügel horizontal gehalten.
</p><p>Der zweiachsige Autopilot spricht auch die Höhenruder an, um das Flugzeug um seine <a href="Querachse" title="Querachse">Querachse</a> zu steuern (englisch <i>pitch</i>). Somit kann auch die Höhe im Flug gesteuert werden.
</p><p>Der dreiachsige Autopilot steuert alle <a href="Steuerfl%C3%A4che" class="mw-redirect" title="Steuerfläche">Steuerflächen</a> des Luftfahrzeugs an, um dieses in allen drei Achsen zu steuern. Dabei kommt zu den anderen zwei Achsen die <a href="Gierachse" title="Gierachse">Gierachse</a> hinzu (englisch <i>yaw</i>).
</p><p>Manchmal kommt in der Fachliteratur auch der Begriff <i>vierachsige Autopiloten</i> vor. Jedoch wird hier nicht eine Achse im Raum bezeichnet, sondern der <a href="Schubvektorsteuerung" title="Schubvektorsteuerung">Schubvektor</a> als vierte Achse gezählt. Solche Systeme können den Schub der Triebwerke gezielt steuern, um eine festgelegte Geschwindigkeit zu halten oder automatisch den Schub während der Landung zu regeln.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Einachsige_Autopiloten">Einachsige Autopiloten</h4></div>
<p>Die einfachste Form des Autopiloten ist der einachsige Autopilot, auch als „wing leveller“ (sinngemäß auf Deutsch: „Tragflächen horizontal ausrichten“) bekannt. Er kontrolliert nur die Drehung um die Längsachse (Rollachse) – das <a href="Rollen_(L%C3%A4ngsachse)" title="Rollen (Längsachse)">Rollen</a>. Er kann die Tragflächen horizontal halten, indem er das Querruder steuert. Der einachsige Autopilot hat nur den Horizontalmodus. Mit dem Querruder sind nur Richtungsänderungen möglich, nicht jedoch eine Änderung der Flughöhe.
</p><p>Ein weit verbreiteter Autopilot für Kleinflugzeuge und Zweimots ist der Bendix/King KAP 140. Seine Modellvariante als einachsiger Autopilot hat fünf Bedienknöpfe. Mit der Taste AP (für: Autopilot) wird der KAP 140 eingeschaltet. Dabei ist der ROL-Modus (Rollmodus) aktiviert, der die Tragflächen in horizontaler Position hält. So kann das Flugzeug nicht zur Seite abkippen. Wenn der Pilot vorher eine angemessene Geschwindigkeit eingestellt hat und das Flugzeug ausgetrimmt ist, fliegt es in einem sehr stabilen Zustand.
</p>
<p>Die vier weiteren separat einzuschaltenden Modi sind:
</p>
<ul><li>HDG (Heading; zum Erfliegen und Halten eines am Kurskreisel eingestellten Kurses)</li>
<li>NAV (Navigation; zum Erfliegen und Halten eines am VOR oder GPS eingestellten Kurses)</li>
<li>APR (Approach; Anflug; wirkt wie NAV-Modus, ist jedoch deutlich empfindlicher, so dass ein sehr genauer Landekurs geflogen werden kann)</li>
<li>REV (Reverse; Umkehrkurs; wirkt wie APR-Modus, jedoch reagiert der Autopilot auf die Ausschläge der Kursnadel genau andersherum; dieser Modus wird bei vielen Autopiloten auch als BC – back course, Umkehrkurs oder Rückseitenkurs – bezeichnet)</li></ul>
<p>Die vier Tasten – HDG, NAV, APR, REV – werden durch Drücken aktiviert und durch erneutes Drücken deaktiviert. Es kann jeweils nur eine der vier Tasten aktiviert sein. Sind alle vier Tasten deaktiviert, dann fällt der Autopilot zurück in den ROL-Modus – sofern der Autopilot eingeschaltet ist. Der ROL-Modus ist allen Modi des einachsigen Autopiloten gemeinsam.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zweiachsige_Autopiloten">Zweiachsige Autopiloten</h4></div>
<p>Zweiachsige Autopiloten kontrollieren zusätzlich zur Rollachse die Pitchachse, also das Nicken um die Querachse.
Sie können das Flugzeug zusätzlich um die Querachse nicken lassen (eng. <i>pitching</i>) – die Nase des Flugzeuges wird angehoben oder gesenkt. Mit dieser zweiten Achse des Autopiloten ist eine Höhensteuerung möglich, der vertikale Modus. Dazu steuern sie ein Pitch-Servo und ein Pitch-Trim-Servo an.
</p><p>Einachsige Autopiloten können das Flugzeug nur seitlich steuern (laterale Navigation), während zweiachsige Autopiloten das Flugzeug seitlich und in der Höhe (vertikale Navigation) steuern können.
</p><p>In einfacher Ausführung ist der zweiachsige Autopilot ein „wing leveller“ mit der begrenzten Fähigkeit, die Abweichungen um die Querachse, also das Nicken, zu korrigieren. Am anderen Ende der Produktskala von zweiachsigen Autopiloten gibt es sehr komplexe Ausführungen, die für die automatische Flugführung geeignet sind, wobei die Empfangssignale der Radionavigationsempfänger an Bord (VOR, NDB, GPS) ausgewertet werden.
</p><p>Der KP 140 hat neben den vier Tasten für die horizontalen Modi (HDG, NAV, APR, REV) noch eine fünfte Taste für den vertikalen Modus – ALT (Altitude; Höhe). Bei aktivierter ALT-Taste hält der Autopilot die aktuelle Flughöhe bei.
</p><p>Durch Drücken der Taste UP (hoch) wird ein Steigflug mit etwa 500 ft/min eingeleitet, der so lange beibehalten wird, wie die Taste gedrückt wird. Entsprechend erfolgt beim Drücken der DN-Taste (Down, runter) ein Sinkflug.
</p>
<p>Weiterhin gibt es zweiachsige Autopiloten mit Höhenvorwahl, womit sich eine Flughöhe vorgeben lässt. Auch die vertikale Geschwindigkeit, mit der das Flugzeug zu dieser Flughöhe fliegt, lässt sich einstellen. Im Approach-Modus (Anflug) kann der Autopilot dem ILS-Gleitpfad vertikal folgen.
</p><p>Das Modell des KAP 140 mit Höhenvorwahl hat zusätzlich einen zweiteiligen Drehschalter zur Eingabe der Höhe und die Tasten ARM und BARO.
</p><p>Da der Autopilot bei diesen Modellen nicht den Schubhebel kontrolliert, muss der Pilot weiterhin diese Aufgabe übernehmen. Beim Anflug muss er die richtige Anfluggeschwindigkeit kontrollieren. Beim Steigflug muss er darauf achten, dass der Autopilot das Flugzeug nicht mit einer zu großen Steiggeschwindigkeit in einen Strömungsabriss steuert. Die Kontrolle und Aufmerksamkeit des Piloten sind also weiterhin erforderlich.
</p><p>Noch besser ausgestattete Autopiloten bieten zusätzlich zur Höhenvorwahl noch eine Höhenwarnung, die 1000 bzw. 100 ft vor dem Erreichen einer voreingestellten Flughöhe ein akustisches oder optisches Warnsignal für den Piloten gibt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufbau_moderner_Autopiloten">Aufbau moderner Autopiloten</h3></div>
<p>Die modernen Systeme, die umgangssprachlich als Autopilot bezeichnet werden, sind eigentlich eine Vielzahl von verschiedenen teilweise unabhängig voneinander agierenden Systemen innerhalb eines Flugzeuges. All diese Systeme zusammen werden meist von Laien als Autopilot bezeichnet, jedoch trägt nur ein System von diesen zusammengefassten Subsystemen den Namen Autopilot. Aufgrund der Komplexität des Systems und der Tatsache, dass auch andere Subsysteme autonome Entscheidungen treffen, die das Flugzeug steuern, ist diese Tatsache jedoch nicht verwunderlich. Die Architektur dieses Systems ist auch nicht einheitlich, da jeder Hersteller eigene Schwerpunkte und Ansätze bei der Implementierung von <a href="Avionik" title="Avionik">Avionik</a>-Systemen setzt. „Es gibt [daher] manchmal etwas Verwirrung im Bezug auf die Wechselbeziehungen zwischen der primären Flugsteuerung, dem <a href="Flight_Director" title="Flight Director">Autopilot/Flight Director System</a> (<i>AFDS</i>) und dem <a href="Flight_Management_System" title="Flight Management System">Flight Management System</a> (<i>FMS</i>)“.<sup id="cite_ref-:4_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-:4-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Unter die primäre Flugsteuerung fallen das <a href="Fly-by-Wire" title="Fly-by-Wire">FBW</a> sowie sämtliche andere Komponenten die benötigt werden, um das Fluggerät zu steuern. Das Auto Flight System (<i>AFS</i>) hingegen beinhaltet sämtliche Funktionen zur automatischen und autonomen Flugsteuerung. Das <i>FMS</i> ist für die Navigation und Flugleistungsdaten verantwortlich.<sup id="cite_ref-:8_7-6" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Auto_Flight_System_(AFS)"><span id="Auto_Flight_System_.28AFS.29"></span>Auto Flight System (AFS)</h4></div>
<p>Das Avionik-System Autopilot ist heute ein Teilsystem des „Auto Flight System“ (AFS), welches in der englischen Literatur als „Autopilot“ oder „Flight Director System“ (AFDS)<sup id="cite_ref-:4_19-1" class="reference"><a href="#cite_note-:4-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bezeichnet wird. Dieses System umfasst neben den Autopiloten auch weitere Subsysteme. Je nach Hersteller sind jedoch gewisse Systeme auch außerhalb des AFS angebracht oder in andere Systeme integriert. Vor allem in der englischsprachigen Fachliteratur wird meist nur die Architektur des Herstellers Boeing beschrieben, welcher einen etwas anderen Aufbau als bei Airbus hat.
</p><p>Das AFS ist das eigentliche Herzstück des autonomen Fliegens in modernen Maschinen. Hierbei übernehmen einzelne Systeme verschiedene Aufgaben, um das Flugzeug in einem stabilen Flug zu halten oder um einem festgelegten Kurs zu folgen. Dieses System ist fest integriert in das <a href="Fly-by-Wire" title="Fly-by-Wire">Fly-by-Wire</a>-System. Das AFS besteht aus mehreren Teilsystemen, die teilweise als eigene selbstständige Einheiten agieren können. Diese können auch von den Piloten nach Belieben ein- bzw. ausgeschaltet werden, um so Teilaufgaben an das AFS zu übergeben. Somit kann der Pilot mit dem Flugzeug einen Kurvenflug einleiten und das AFS die Flughöhe regeln lassen. Der Pilot braucht sich nicht mehr darum zu kümmern, die gewünschte Flughöhe zu halten, da dies der Computer für ihn übernimmt.<sup id="cite_ref-:8_7-7" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Autopilot">Autopilot</h4></div>
<p>Je nach System, welches integriert wurde, unterscheidet man zwischen mehreren Typen von Autopiloten (AP). Diese werden je nachdem, wie viele Achsen sie kontrollieren, kategorisiert.<sup id="cite_ref-:6_20-0" class="reference"><a href="#cite_note-:6-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die einfachsten AP regeln die Fluglage nur um die Roll-Achse durch Ansteuerung der Ailerons. „Diese einfachen Systeme werden auch oft „wing leveler“ genannt“.<sup id="cite_ref-:6_20-1" class="reference"><a href="#cite_note-:6-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Ebene höher gibt es noch AP mit zwei Achsen. Hier kommt neben der Rollachse noch die Gierachse zum Regelkreis des AP hinzu. Diese Systeme können somit auch einen festen Kurs halten und ihm folgen. Die letzte Kategorie von AP sind Systeme, die das Flugzeug um alle drei Achsen steuern können. Hier kommt die Nickachse hinzu, welche die Flughöhe, Steig- und Sinkgeschwindigkeit bestimmt. Diese Systeme werden in allen modernen Airlinern verwendet, da sie eine autonome Landung ermöglichen.
</p><p>Der AP ist ein essentielles Avioniksystem, da es das Flugzeug präzise in einer stabilen Fluglage hält. Das System besteht aus zwei Regelkreisen.<sup id="cite_ref-:4_19-2" class="reference"><a href="#cite_note-:4-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der innere Regelkreis, <i>Inner Loop</i>, ist verantwortlich für eine stabile Fluglage. Hierbei erhält der AP-Computer Daten, in diesem Beispiel vom Höhensensor. Ist eine Abweichung zur gewünschten Flughöhe gegeben, so steuert der Computer die Aktuatoren der jeweiligen Steuerfläche an; zum Beispiel (siehe Abbildung) das Höhenruder. „Ein Feedback vom Aktuator gewährleistet, dass die Servomotoren die gewünschte Position erreichen und halten“.<sup id="cite_ref-:4_19-3" class="reference"><a href="#cite_note-:4-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durch die Bewegung der jeweiligen Steuerflächen ändert sich die Lage des Flugzeuges, was wiederum vom jeweiligen Sensor aufgenommen wird (aerodynamisches Feedback), und wieder an den AP-Computer weitergeleitet wird. Manuelle Eingaben des Piloten werden direkt an den AP-Computer gesendet und überschreiben somit die geltenden Bedienungen des Systems. So kann der Pilot jederzeit eingreifen. Ein schematischer Aufbau des inneren Regelkreises ist in der Abbildung zu sehen. Dieser ist jedoch nicht allgemeingültig und hängt von der verwendeten Fachliteratur ab. Ein Beispiel ist bei Civil Avionics Systems von Ian Moir und Allan Seabridge zu sehen. Hierbei greift die manuelle Steuerung direkt (vorbei an den AP-Computern) die Steuerflächen an.<sup id="cite_ref-:4_19-4" class="reference"><a href="#cite_note-:4-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieser innere Regelkreis ist für alle drei Achsen gleich, nur die angesteuerten Flächen und Sensoren sind anders. Der zweite Regelkreis ist der äußere Regelkreis, <i>Outer Loop</i>. Dieser erzeugt die Kommandos für den inneren Regelkreis. Somit ist der Outer Loop nicht zuständig für eine stabile Fluglage, sondern erzeugt die Befehle, die nötig sind, um das Luftfahrzeug so zu steuern, dass es einem gewünschten Kurs folgt oder das gewünschte Manöver ausführt. Die dafür nötigen Berechnungen werden vom Flight Director (<i>FD</i>) erzeugt.<sup id="cite_ref-:5_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-:5-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Folgenden bekommt der <i>AP</i>-Controller die Daten der jeweiligen Sensoren und vergleicht diese mit den gewünschten, wie in diesem Beispiel mit dem Kurs. Ist ein Kursfehler zu erkennen, errechnet der <i>FD</i>, welches Manöver nötig ist, um diesen zu korrigieren. Die nötigen Befehle für das Manöver werden dann an den <i>AP</i>-Computer über den Controller weitergeleitet.
An diesem Punkt übernimmt der innere Regelkreis alle weiteren Befehle und spricht die benötigten Aktuatoren der jeweiligen Steuerflächen an. Neben dem Kurs können auch die Sink- bzw. Steiggeschwindigkeit und die Höhe dem System mitgeteilt werden. Diese erlauben dem System, das Flugzeug um alle drei Achsen stabil in der Luft zu halten.<sup id="cite_ref-:8_7-8" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Flight_Director">Flight Director</h4></div>
<p>„Der <a href="Flight_Director" title="Flight Director">Flight Director</a> (FD) ist das Gehirn des Autopiloten-Systems“.<sup id="cite_ref-:5_6-2" class="reference"><a href="#cite_note-:5-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die meisten Autopiloten können eine stabile Fluglage garantieren; kommen jedoch andere Faktoren wie Navigation, Wind und Kurs ins Spiel, sind komplexere Berechnungen notwendig. „Der FD und AP sind so entworfen, dass diese sehr eng zusammenarbeiten. Jedoch ist es möglich, den FD zu benutzen, ohne den AP zuzuschalten und umgekehrt“.<sup id="cite_ref-:5_6-3" class="reference"><a href="#cite_note-:5-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der FD und Autopiloten werden als getrennte Systeme betrachtet, man kann aber auch beide Systeme als ein einheitliches System betrachten. Bei ausgeschaltetem Autopiloten und aktiviertem FD wird den Piloten auf ihrem Primary Flight Display (PFD) durch Symbole gezeigt, wie sie das Flugzeug manuell steuern sollen, um eine gewünschte Flugroute oder Manöver zu folgen. „Es erzeugt eine einfache interpretierbare Anweisung für den Piloten“.<sup id="cite_ref-:5_6-4" class="reference"><a href="#cite_note-:5-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So wird auf dem PFD die gewünschte Position der gewünschten Fluglage schematisch abgebildet, meist als großes Kreuz in Rot oder einer anderen auffälligen Farbe. Somit muss man nur das Flugzeug so steuern, dass dieses über der dargestellten Position liegt. Der Pilot muss dabei das Flugzeug manuell steuern. Dies macht das Fliegen jedoch nicht einfacher, da „dem FD mitgeteilt werden muss, was passieren soll und dieser dann anzeigt, wie zu fliegen ist“.<sup id="cite_ref-:5_6-5" class="reference"><a href="#cite_note-:5-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die FAA empfiehlt daher, den FD zu deaktivieren<sup id="cite_ref-:5_6-6" class="reference"><a href="#cite_note-:5-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und per Instrumentenflug zu fliegen, da dies weniger Arbeitsbelastung mit sich bringt. Befinden sich beide Systeme in einem Flugzeug, so ist es auch möglich, je nach System den AP ohne FD zu aktiveren.<sup id="cite_ref-:8_7-9" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Stability_Augmentation_System">Stability Augmentation System</h4></div>
<p>In modernen AP-Systemen ist auch immer ein weiteres System für eine bessere stabile Fluglage integriert, das „Stability Augmentation System“. Dieses ist eigentlich eine Zusammenfassung von zwei autonomen Systemen, dem Autotrimsystem und dem Yaw-Damper. Wo früher zwei physikalisch getrennte Systeme zu finden waren, sind diese heute fester Bestandteil des Autopiloten.<sup id="cite_ref-:8_7-10" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Autotrimsystem">Autotrimsystem</h5></div>
<p>„Um einen Flugzustand […] über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten, muss stets ein Kräfte- und Momentengleichgewicht am Flugzeug herrschen“.<sup id="cite_ref-:7_21-0" class="reference"><a href="#cite_note-:7-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieses Gleichgewicht muss beim Flug andauernd nachjustiert werden, da es aufgrund von Treibstoffverbrauch zu einer Änderung des Schwerpunktes kommt. Um nicht andauernd dies durch manuelle Steuereingaben auszugleichen, gibt es die <a href="Trimmung" title="Trimmung">Trimmung</a>. Hierbei werden kleine Steuerflächen – sogenannte <a href="Trimmruder" title="Trimmruder">Trimmruder</a> oder auch Trimmklappen genannt – am jeweiligen Ruder angewinkelt. Diese erzeugen eine aerodynamische Kraft, um das gewünschte Kräftegleichgewicht wiederherzustellen. Um dies nicht manuell vom Piloten über die gesamte Flugzeit durchführen zu lassen, gibt es das Autotrimsystem. „Das Autotrimsystem ist in der Lage, automatisch […] Justierungen zur Pitch-Trimmung durchzuführen um das Flugzeug auf der gewünschten Höhe zu halten […]“.<sup id="cite_ref-:5_6-7" class="reference"><a href="#cite_note-:5-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieses System wird wiederum vom Autopiloten gesteuert und kontrolliert, sobald der Computer erkennt, dass, um eine gewünschte Fluglage zu halten, ein andauernder Ausschlag der Steuerflächen nötig ist. So steuert dieser die Trimmruder, um dies auszugleichen und die Steuerflächen in ihre neutrale Lage zurückzuführen. Das ist wünschenswert, um den Widerstand zu verringern. Abgesehen von einer Trimmung über Trimmruder gibt es auch das Verfahren zur Gewichtstrimmung von Airbus.<sup id="cite_ref-:7_21-1" class="reference"><a href="#cite_note-:7-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hierbei werden keine Trimmruder verstellt, um ein Kräftegleichgewicht herzustellen, sondern Treibstoff von einem Tank zu einem anderen umgepumpt, um dem Schwerpunkt des Flugzeuges im Flug zu verschieben. Dies hat einen Vorteil, da es zu keinem zusätzlichen <a href="Luftwiderstand" class="mw-redirect" title="Luftwiderstand">Luftwiderstand</a> von den Trimmrudern kommt. Somit erhöht man die Reichweite, aber verringert die <a href="L%C3%A4ngsstabilit%C3%A4t" title="Längsstabilität">Längsstabilität</a>, da man Treibstoff aus den Flügeltanks entnimmt.<sup id="cite_ref-:8_7-11" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Yaw_Damper">Yaw Damper</h5></div>
<p>Das zweite System zur Verbesserung der Stabilität ist der <a href="Yaw_damper" class="mw-redirect" title="Yaw damper">Yaw-Damper</a> oder auch <a href="Gierd%C3%A4mpfer" title="Gierdämpfer">Gierdämpfer</a>. Dieses System hat nur die eine Aufgabe, die sogenannte <a href="Dutch_Roll" title="Dutch Roll">Dutch-Roll-Schwingung</a> zu dämpfen, die vor allem bei großen Flugzeugen auftritt. Diese wird durch Böen erzeugt, die das Flugzeug von der Seite treffen. Da das Leitwerk eine große Angriffsfläche bietet, entsteht ein Drehmoment um die Hochachse. Die darauffolgende Kette von Ereignissen erzeugt dann die „Dutch-Roll“-Schwingung. Diese ergibt eine Sinuswelle um die Hochachse. Jedes Luftfahrzeug hat seine eigene „Dutch-Roll“-Frequenz. Würde kein Ausgleich erfolgen, um dieser entgegenzuwirken, so würde das Flugzeug die Schwingung weiter ausführen und auch an Höhe verlieren. Dieses Schwingungsverhalten ist besonders für Passagiere unangenehm und verlangt den Piloten viel Arbeit ab, um diese auszugleichen.<sup id="cite_ref-:0_11-2" class="reference"><a href="#cite_note-:0-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Yaw-Damper übernimmt somit diese Aufgabe und lenkt das Seitenruder so aus, dass es schon gar nicht zu solch einer Schwingung kommt. Zur Erkennung dieser Schwingung erhält der Computer die Yaw-Rate-Signale des Flugzeuges. Diese werden durch einen Bandpassfilter gefiltert, um die flugzeugspezifische Dutch-Roll-Frequenz zu erkennen. Dies ermöglicht, auch einen Kurvenflug von dieser zu unterscheiden. Sobald der Computer erkennt, dass eine Dutch-Roll-Schwingung vorliegt, steuert er die Servomotoren des Seitenruders an, um dieser entgegenzuwirken. Meist ist der Yaw-Damper teilweise bis vollständig im AP-Computer integriert. Dies muss nicht unbedingt der Fall sein. So ist beim Airbus A320 der Yaw Damper ein eigenständiges System, das außerhalb des AP-Systems liegt.<sup id="cite_ref-:8_7-12" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:4_19-5" class="reference"><a href="#cite_note-:4-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading5"><h5 id="Auto_Throttle_System">Auto Throttle System</h5></div>
<p>Ein weiteres wichtiges System der autonomen Flugregelung ist das „Auto Throttle System“ (ATS) oder auch „Auto Thrust System“. Dieses System regelt die Triebwerke so, dass diese jederzeit den nötigen Schub, welcher zur jeweiligen Fluglage benötigt wird, erzeugen. Die Vorgaben dafür werden durch den Autopiloten erzeugt und an die Triebwerke weitergegeben. Das ATS bietet eine Vielzahl von Vorteilen und entlastet die Piloten vor allem bei Start und Landungen, wo sie sich nicht mehr um die Triebwerksleistung kümmern müssen. Heutzutage befinden sich noch zwei unterschiedliche Systeme in Verwendung. In manchen älteren Maschinen findet man noch das klassische ATS. Hierbei wird das Triebwerk nicht direkt vom AP angesteuert,<sup id="cite_ref-:4_19-6" class="reference"><a href="#cite_note-:4-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sondern dieser steuert einen Servomotor an, welcher die <a href="Schubhebel" title="Schubhebel">Schubhebel</a> im Cockpit mechanisch verstellt.<sup id="cite_ref-:7_21-2" class="reference"><a href="#cite_note-:7-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Schubhebel stellen somit die Verbindung zu den jeweiligen Reglern des Triebwerks her. Diese überwachen und steuern sämtliche Vorgänge des Triebwerks, um die geforderte Leistung zu bringen. Diese Regler sind hochkomplexe feinmechanische Computer verbunden mit einer elektronischen Steuerung.<sup id="cite_ref-:7_21-3" class="reference"><a href="#cite_note-:7-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aufgrund ihrer Komplexität und mit steigender Digitalisierung, vor allem durch reine FBW-Systeme, verschwinden diese langsam. „Moderne Triebwerke […] werden [heute] mit einem digitalen elektronischen Triebwerksregelsystem <a href="FADEC" title="FADEC">FADEC</a> (full authority digital engine control) ausgerüstet“.<sup id="cite_ref-:7_21-4" class="reference"><a href="#cite_note-:7-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Systeme arbeiten nun nicht mehr mithilfe mechanischer Schnittstellen, sondern rein digital. „Ihre Aufgaben gehen weit über die Regelung hinaus […] und sorgen immer für die optimale Leistung oder optimalen Schub bei maximaler Wirtschaftlichkeit“.<sup id="cite_ref-:7_21-5" class="reference"><a href="#cite_note-:7-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei der Verwendung des FADEC-Systems haben die Piloten jedoch keine Eingriffsmöglichkeit in das Betriebsverhalten der Triebwerke. Hier werden nur die Eingangsgröße des AP und der Schubhebel verwendet. In einem geschlossenen Regelkreis wird dann über die jeweiligen Sensoren innerhalb des Triebwerkes, welches Daten wie Temperaturverteilung, Druck, Abgastemperatur und Drehzahl liefert, der Treibstoffzufluss geregelt. An diese Systeme werden sehr hohe Anforderungen gestellt, da sie der rauen Umgebung am Triebwerk standhalten müssen. Je nach Triebwerk und Aufbau müssen diese sogar Temperaturen zwischen −60 °C und 120 °C verkraften.<sup id="cite_ref-:7_21-6" class="reference"><a href="#cite_note-:7-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch Ausfallsicherheit ist bei ihnen von sehr hoher Bedeutung, da ihr Versagen zu einem totalen Triebwerksausfall führen würde.<sup id="cite_ref-:8_7-13" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Flight_Management_System">Flight Management System</h4></div>
<p>Das <a href="Flight_Management_System" title="Flight Management System">Flight Management System</a> (FMS) ist für einen wichtigen Teil des Fluges verantwortlich, die Navigation. Das FMS erleichtert den Piloten die Planung ihrer Flugstrecke und berechnet aus mehreren Sensoren die aktuelle Position. In früheren Systemen musste der Pilot alle Wegpunkte seines geplanten Fluges manuell eingeben. Dies führt jedoch immer wieder zu Falscheinträgen und somit zu Kursabweichungen. Gekoppelt mit einer ungenauen Positionsbestimmung war dies nicht vorteilhaft. Schon 1976 träumten Visionäre der Avionik-Industrie von einem „Master Navigation System“, das autonom das Flugzeug durch sämtliche Phasen des Fluges navigieren kann.<sup id="cite_ref-:9_22-0" class="reference"><a href="#cite_note-:9-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ab 1982 wurde dann das FMS eingeführt. Das FMS beinhaltet eine Datenbank mit Wegpunkten und Prozeduren, die benötigt werden, um eine Flugroute zu planen. Der Pilot wählt somit nur noch die Punkte aus, die er anfliegen möchte und erstellt somit seinen Flugplan. „Der Computer errechnet dann die Distanz und Kurs für jeden dieser Punkte, welche auf der Flugroute liegen“.<sup id="cite_ref-:9_22-1" class="reference"><a href="#cite_note-:9-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mithilfe aller Informationen „[…] stellt das FMS eine präzise Navigation zwischen jedem Paar von Wegpunkten während des Flugs bereit und gibt in Echtzeit weitere Informationen zum Flug, wie Geschwindigkeit über Grund, Distanz, erwartete Flugzeit, Kerosinverbrauch und maximale Zeit in der Luft“.<sup id="cite_ref-:9_22-2" class="reference"><a href="#cite_note-:9-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jedoch ist das FMS nicht nur dazu da, die Planung zu erleichtern, sondern gibt auch sämtliche benötigten Informationen an den AP und das Autothrottle-System weiter. Hier sieht man die eigentliche Aufgabe des FMS für das AFS. Es errechnet den nötigen Kurs und die Höhe, die der Autopilot halten muss, um der gewünschten Flugroute genau zu folgen. Sobald ein Wegpunkt erreicht wurde, wird dem AP ein neuer Kurs mitgeteilt, welchem dieser dann folgt. Moderne Systeme erlauben eine autonome Navigation um alle drei Achsen und Anpassung der Fluggeschwindigkeit. Diese Systeme können sehr genaue Berechnungen durchführen und erlauben es, einen Wegpunkt in einem sehr kleinen Zeitfenster von ca. ± 6 s<sup id="cite_ref-:4_19-7" class="reference"><a href="#cite_note-:4-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu erreichen. Außerdem können sie auch die Triebwerke ansteuern, um eventuelle Verzögerungen auszugleichen. Das FMS steuert aber nicht nur Navigation, sondern stellt auch die nötigen <a href="Funkempf%C3%A4nger" class="mw-redirect" title="Funkempfänger">Receiver</a> im Flugzeug auf die jeweiligen Frequenzen, zur Kommunikation und Leitstrahlfrequenzen, ein. Das FMS besteht im Ganzen aus zwei redundanten Computern, die sämtliche Berechnungen durchführen. Bei der A320 ist das FMS noch ein eigenständiges System mit eigenem Computer. Aber je mehr die <a href="Fly-by-Wire" title="Fly-by-Wire">Fly-by-Wire</a>-Systeme und Digitalisierung im Flugzeug fortschreiten, desto mehr verschmelzen einzelne Systeme. So findet sich in der Familie der A330 und A340 der AP und FMS in einem System.<sup id="cite_ref-:1_12-2" class="reference"><a href="#cite_note-:1-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Und in der neuesten Generation, wie der A380, sind sämtliche Systeme des AP im FMS-Computer untergebracht und bilden ein ganzes System.<sup id="cite_ref-:8_7-14" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:1_12-3" class="reference"><a href="#cite_note-:1-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Flight_Envelope_Protection">Flight Envelope Protection</h4></div>
<p>Alle Systeme im AP müssen natürlich überwacht werden, und falls abnormales Verhalten eintritt, muss dies den Piloten kenntlich gemacht werden, damit diese eingreifen können.<sup id="cite_ref-:10_23-0" class="reference"><a href="#cite_note-:10-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Diese Aufgabe übernimmt das Flight Envelope Protection System. Dieses System ist ein fester Bestandteil des FBW. Es gewährleistet einen sicheren Flug in den Grenzbereichen des Flugzeuges. So wird sichergestellt, dass keine strukturellen Schäden durch zu hohe <a href="G-Kraft" title="G-Kraft">Beschleunigungskräfte</a> auftreten.<sup id="cite_ref-:10_23-1" class="reference"><a href="#cite_note-:10-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies erhöht die Sicherheit während des Flugs, da Fehler in einem Computer im Idealfall nicht zu einem Ausfall eines Systems oder der Struktur führen können.<sup id="cite_ref-:8_7-15" class="reference"><a href="#cite_note-:8-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Landung_mit_Autopilot">Landung mit Autopilot</h3></div>
<p>Eine Landung mit Autopilot auf der Landebahn und das anschließende Ausrollen auf der Landebahnmittellinie wird als CAT-III-Landung oder Autoland bezeichnet. Eine CAT-III-Landung erfordert ein entsprechend ausgerüstetes und zugelassenes Flugzeug, eine dafür geschulte und zugelassene Besatzung und einen entsprechend ausgerüsteten und zugelassenen Flugplatz. CAT-III-Landungen dürfen, abgesehen von bestimmten Flugzeugmustern, nur noch mit dem Autopiloten aufgrund dessen etwa viermal höherer Reaktionsgeschwindigkeit geflogen werden. Derzeit sind Landungen nach CAT IIIa und IIIb möglich. CAT IIIc umfasst zusätzlich zum Abbremsen auf der Bahn noch das Abrollen von dieser.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Standardtätigkeiten_des_Autopiloten"><span id="Standardt.C3.A4tigkeiten_des_Autopiloten"></span>Standardtätigkeiten des Autopiloten</h3></div>
<p>Wenn das Flugzeug nach dem Start bis zur gewünschten Höhe gestiegen ist, geht es in den horizontalen Reiseflug über.
</p><p>Solange sich das Flugzeug unter konstanten inneren und äußeren Bedingungen (Gewichtsverteilung, <a href="Erdatmosph%C3%A4re" title="Erdatmosphäre">Erdatmosphäre</a> usw.) geradeaus bewegt, bleibt die <a href="Flugh%C3%B6he" title="Flughöhe">Flughöhe</a> konstant. Das Flugzeug wird jedoch schon durch den Verbrauch von Treibstoff leichter und beginnt zu steigen. Deshalb wird die barometrische <a href="Altimeter" class="mw-redirect" title="Altimeter">Höhenmessanlage</a> bald eine Abweichung von der vorgewählten Höhe feststellen. Der <i>Pitchkanal</i>, der den <a href="Anstellwinkel" title="Anstellwinkel">Anstellwinkel</a> regelt, gibt an das <a href="H%C3%B6henruder" title="Höhenruder">Höhenruder</a> ein Signal zur Ausregelung der Differenz, bis die als Sollwert vorgegebene Höhe wieder erreicht ist. Da durch den <a href="Gewichtsverlust" class="mw-redirect" title="Gewichtsverlust">Gewichtsverlust</a> der Auftrieb und deshalb der Anstellwinkel verringert werden kann und somit der Widerstand sinkt, steigt die Fluggeschwindigkeit, weshalb nun der <a href="Geschwindigkeit" title="Geschwindigkeit">Geschwindigkeitskanal</a> (Auto Throttle Computer) die Motorleistung so nachregelt, dass die vorgewählte Höhe bei der ebenfalls vorgewählten (optimierten) Sollgeschwindigkeit eingehalten wird.
</p><p>Die Flug<a href="Richtung" title="Richtung">richtung</a> wird über den <i>Rollkanal</i> geregelt. Angenommen, der Pilot stellt 315° als Kurs ein, also genau nach <a href="Nordwest" title="Nordwest">Nordwesten</a>. Ändern sich die Außenbedingungen, wie zum Beispiel die Windrichtung, wird das Flugzeug aus dem berechneten <a href="Kurs_(Navigation)" title="Kurs (Navigation)">Kurs</a> <a href="Abdrift" title="Abdrift">abdriften</a>, wenn nicht gegengesteuert wird. Eine <a href="Kompass" title="Kompass">Kompassanlage</a> misst nun die Abweichung vom vorgewählten Kurs und gibt zum Ausgleich ein Signal an die <a href="Querruder" title="Querruder">Querruder</a> – das Flugzeug kippt ein wenig (dreht sich seitlich um die Längsachse). Das <a href="Seitenruder" title="Seitenruder">Seitenruder</a> arbeitet wie ein <a href="Falschkiel" title="Falschkiel">Falschkiel</a> und das Flugzeug dreht sich zusätzlich um die Hochachse, bis der Kurs 315° wieder anliegt. Danach steuert der Rollkanal wieder in eine mittlere Lage. Während der seitlichen Bewegung hatte das Flugzeug aber einen höheren <a href="Luftwiderstand" class="mw-redirect" title="Luftwiderstand">Widerstand</a> und nahm dadurch die Nase nach unten – worauf sofort der Pitchkanal angesprochen und die Nase wieder nach oben gesteuert hatte. Auch diese Korrektur hatte zusätzlichen Widerstand verursacht und die Fahrt verringert, weshalb der Fahrtregler die Motorleistung wieder erhöhen musste.
</p><p>Über diese Standard-Routinen hinaus gibt es eine große Zahl weiterer Regelfunktionen, die unerwünschte Bewegungen abfangen und den Passagieren den Flug angenehmer machen. Die <a href="Pilot" title="Pilot">Piloten</a> wiederum können sich in anspruchsvollen Flugphasen – wie etwa vor der <a href="Landung" title="Landung">Landung</a> oder bei Planänderungen durch die <a href="Flugsicherung" title="Flugsicherung">Flugsicherung</a> – ihren Tätigkeiten widmen, ohne das Flugzeug dauernd nachsteuern zu müssen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Positionsbestimmung">Positionsbestimmung</h3></div>
<p>Die Position liest ein moderner Autopilot aus einem <a href="Inertiales_Navigationssystem" class="mw-redirect" title="Inertiales Navigationssystem">Inertialen Navigationssystem</a> (INS) aus und zusätzlich, soweit empfangbar, aus mehreren <a href="Drehfunkfeuer" title="Drehfunkfeuer">Drehfunkfeuern</a> (sog. VOR-Stationen) und immer häufiger auch aus GPS-Signalen. Besonders über Ozeanen stand vor der GPS-Ära nur das INS zur Verfügung. Mit dem Fortschreiten der Flugdauer sammelte sich ein Positionsfehler im INS. Zur Fehlerreduzierung hatte das INS ein Karussell-System, das sich jede Minute drehte, so dass die Fehler in verschiedene Richtungsvektoren geteilt wurden und sich so gegenseitig aufhoben. Die Messfehler der Gyroskope, welche die Positionsdaten immer mehr verfälschen, werden als Drift bezeichnet. Dieser Fehler beruht auf den physikalischen Eigenschaften des Systems, unabhängig davon, ob es sich um mechanische Gyroskope oder Lasergyroskope handelt.
</p><p>Mittels digitaler Datenverarbeitung und eines 6-dimensionalen <a href="Kalman-Filter" title="Kalman-Filter">Kalman-Filters</a> werden die Diskrepanzen zwischen beiden aufgelöst. Die sechs Dimensionen sind Längengrad, Breitengrad, Flughöhe, Querneigungswinkel (Rollneigung), Nickwinkel und Gierwinkel.
</p><p>Auf vielen transozeanischen Flugrouten muss das INS eine bestimmte Positionsgenauigkeit gewährleisten (englisch <i>performance factor</i>). Deshalb wird im Flug auch die Größe des möglichen Positionsfehlers überwacht. Je länger der Flug dauert, umso größer wird der Fehler, der sich im System kumuliert. In Landnähe kann dann die Flugzeugposition mit Zusatzinformationen von Radionavigationsanlagen (VOR, VOR/DME) aktualisiert werden, außerhalb der Reichweite von VORs kann die Position über GPS korrigiert und aktualisiert werden. Das primäre System zur Positionsbestimmung bleibt aber das INS, da es als unabhängiges Bordsystem am sichersten ist und nur vom eigenen System abhängt (Software, Stromversorgung). Das INS kann zwar immer ungenauer werden, aber es kann nicht von außen abgeschaltet werden, während VOR oder GPS durch deren Betreiber abgeschaltet werden können.
</p><p>Das INS besteht meist aus drei IRUs (also die Gyroskope), die als Eingabegröße lediglich die Schwerkraft und die Erdrotation benötigen. Vom Piloten muss die Anfangsposition des Flugzeuges in das System eingegeben werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Computersystem">Computersystem</h3></div>
<p>Die Hardware eines Autopiloten für ein typisches großes Flugzeug besteht aus fünf <a href="80386" class="mw-redirect" title="80386">80386</a>-CPUs, dabei ist jede CPU auf einer eigenen <a href="Leiterplatte" title="Leiterplatte">Leiterplatte</a>. Die 80386-CPU ist preisgünstig, hat ein ausgereiftes Design und ist durchgetestet. Auf dem 80386 kann ein echter virtueller Computer implementiert werden. Neuere Versionen sind sogar strahlenresistent und für die Verwendung in der Luftfahrt zusätzlich verstärkt. Es wird bewusst auf das sehr alte Design der 80386 zurückgegriffen, da es zuverlässig ist und sein Softwareverhalten ausführlich getestet und beschrieben ist.
</p><p>Das Betriebssystem des Kunden stellt eine <a href="Virtuelle_Maschine" title="Virtuelle Maschine">virtuelle Maschine</a> für jeden <a href="Prozess_(Informatik)" title="Prozess (Informatik)">Prozess</a> zur Verfügung. Die Software des Autopiloten kontrolliert die Elektronik des Computers also immer über den Umweg und nie direkt, stattdessen steuert sie die Softwaresimulation, die auf der 80386-CPU abläuft.
</p><p>Die meisten schwerwiegenden fehlerhaften Softwareoperationen führen zu einem Systemabsturz der jeweiligen CPU.
</p><p>Meist läuft auf jeder CPU ein Prozess mit niedriger Priorität, der kontinuierlich den Computer testet.
Prinzipiell läuft jeder Prozess im Autopiloten in identischer Form als Kopie an drei oder mehr Stellen in verschiedenen CPUs ab. Das System entscheidet dann, welche der Ergebnisse akzeptiert werden. Dabei wird der Mittelwert übernommen, wobei extrem abweichende Werte verworfen werden.
</p><p>Bei einigen Autopiloten kommt als zusätzliches Sicherheitsmerkmal noch ein unterschiedliches Design (englisch design diversity) hinzu. Dabei werden kritische Softwareprozesse nicht nur auf verschiedenen Computern ausgeführt, sondern auf jedem Computer läuft Software, die von verschiedenen Entwicklungsteams erstellt wurde, da es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass verschiedene Entwicklungsteams den gleichen Fehler machen.
Wegen der Zunahme der Komplexität der Software und der steigenden Kosten für die Software rücken aber viele Entwicklungsfirmen von dieser Sicherheitsvorkehrung durch Diversität ab.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Stand_der_Technik_und_Ausblick">Stand der Technik und Ausblick</h3></div>
<p>Bei modernen „Fly-by-Wire“-Systemen (Tornado, Airbus, F-16, Eurofighter) verschwimmen die Grenzen der einzelnen Systeme. Moderne, wegen ihrer Agilität instabil konzipierte Kampfflugzeuge können ohne Rechnerunterstützung nicht mehr geflogen werden. Zusätzlich wird durch die implementierten Flugsteuerungssysteme eine Einhaltung des <i><a href="Flugenveloppe" title="Flugenveloppe">Flight Envelopes</a></i> erzwungen. Eine Überschreitung der physikalischen Grenzen (Aerodynamik und auch strukturelle Belastungen) wird dadurch weitgehend unterbunden. Die Umsetzung von unbemannten Flugzeugen ist heute schon Realität. Allerdings scheitern diese Systeme an ihren noch recht eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten. Spezielle Manöver (Aufklärung, Übernahme von einzelnen Flugphasen wie „Cruise“ oder sogar die vollautomatische Landung) sind bei entsprechender Peripherie aber heute schon Stand der Technik.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Autopiloten_in_der_Militärluftfahrt"><span id="Autopiloten_in_der_Milit.C3.A4rluftfahrt"></span>Autopiloten in der Militärluftfahrt</h3></div>
<p>In der Militärluftfahrt werden heute Autopiloten verwendet, die ein Abfangen aus einem unkontrollierten <a href="Fluglage" title="Fluglage">Flugzustand</a> auf Knopfdruck ermöglichen, so beim <a href="Eurofighter_Typhoon" title="Eurofighter Typhoon">Eurofighter Typhoon</a>. Dies kann manchen Verlust an Mensch und Material verhindern helfen und erhöht zudem die Überlebenschance in einer <a href="Gefecht" title="Gefecht">Gefechtssituation</a>.
</p><p><a href="Terrainfolgeradar" title="Terrainfolgeradar">Terrainfolgeradar</a> (TFR, auch „Automatische Terrainverfolgung“ genannt) ermöglicht <a href="Tiefflug" title="Tiefflug">Tiefflug</a> und Tiefstflug.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Boeing_X-45" title="Boeing X-45">Boeing X-45</a> <a href="Unmanned_Combat_Aerial_Vehicle" class="mw-redirect" title="Unmanned Combat Aerial Vehicle">Unmanned Combat Aerial Vehicle</a> (UCAV).</li>
<li><a href="Unbemanntes_Fahrzeug" title="Unbemanntes Fahrzeug">Unbemanntes Fahrzeug</a></li>
<li>Lenkautomatik der <a href="Fieseler_Fi_103" title="Fieseler Fi 103">V1</a> und <a href="Aggregat_4" title="Aggregat 4">A4/V2</a></li>
<li><a href="Irmgard_Lotz" title="Irmgard Lotz">Irmgard Lotz</a> lieferte Beiträge zur Regelungstechnik der Autopiloten</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-duden.de-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-duden.de_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-duden.de_1-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-duden.de_1-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Pilot_Steuermann_Lotse_Fisch">Duden - Pilot</a></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Lexikon der Luftfahrt, 3. Auflage: Niels Klußman, Armin Malik, Springer Verlag 2012</span>
</li>
<li id="cite_note-ReferenceA-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ReferenceA_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ReferenceA_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Pilot_Moleskin_Gewebe">https://www.duden.de/rechtschreibung/Pilot_Moleskin_Gewebe</a></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150118164428/http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-bin/wort_www.exe?site=1&Wort=Pilot">Wortschatz</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 18. Januar 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Automat">Duden - Automat</a></span>
</li>
<li id="cite_note-:5-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:5_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_6-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_6-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_6-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_6-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_6-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_6-6">g</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:5_6-7">h</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.faa.gov/regulations_policies/handbooks_manuals/aviation/advanced_avionics_handbook/">Advanced Avionics</a>: Federal Aviation Administration, US Dep of Transportation 2009, (S.G-2), übersetzt aus dem Englischen</span>
</li>
<li id="cite_note-:8-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:8_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-6">g</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-7">h</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-8">i</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-9">j</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-10">k</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-11">l</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-12">m</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-13">n</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-14">o</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:8_7-15">p</a></sup></span> <span class="reference-text">Nikolai Reed: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150121125810/https://wuecampus2.uni-wuerzburg.de/moodle/pluginfile.php/123614/mod_resource/content/1/Autopilot.pdf">Der Autopilot, eine kurze Einführung</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 21. Januar 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), Universität Würzburg 2013, (mit Zustimmung des Autors überarbeitet); abgerufen am 16. Mai 2023</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20101127172612/http://www.sartre-project.eu/en/Sidor/default.aspx">The SARTRE Project</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 27. November 2010 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.teslamotors.com/de_DE/blog/your-autopilot-has-arrived"><i>Your Autopilot has arrived – Tesla Motors Deutschland.</i></a> In: <i>teslamotors.com.</i> 14. Oktober 2015,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 6. Juli 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAutopilot&rft.title=Your+Autopilot+has+arrived+%E2%80%93+Tesla+Motors+Deutschland&rft.description=Your+Autopilot+has+arrived+%E2%80%93+Tesla+Motors+Deutschland&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.teslamotors.com%2Fde_DE%2Fblog%2Fyour-autopilot-has-arrived&rft.date=2015-10-14"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Wegen „Autopilot“-Werbung: Wettbewerbszentrale verklagt Tesla</cite>. <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220174-4909%22&key=cql">0174-4909</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/wettbewerbszentrale-verklagt-tesla-wegen-autopilot-werbung-16458087.html">faz.net</a> [abgerufen am 29. Oktober 2019]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Autopilot&rft.btitle=Wegen+%E2%80%9EAutopilot%E2%80%9C-Werbung%3A+Wettbewerbszentrale+verklagt+Tesla&rft.genre=book&rft.issn=0174-4909" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-:0-11"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:0_11-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_11-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_11-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Introduction to Avionics System, 2. Auflage: Collinson, Kluwer, R.P.G. Academic Publisher 2003</span>
</li>
<li id="cite_note-:1-12"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:1_12-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_12-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_12-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_12-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">Aircraft Systems, Mechanical, electrical, and avionics subsystems integration, 3. Auflage: Ian Moir, Allan Seabridge, Wiley 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-:2-13"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:2_13-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:2_13-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Aviation History magazine: William Scheck, Aviation History magazine 2003, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.historynet.com/lawrence-sperry-autopilot-inventor-and-aviation-innovator.htm">veröffentlicht online 2007</a>, übersetzt aus dem Englischen</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Autopilot Systems, An Investigation of the C4I Methodologies Used in Autopilot Systems: Matthew C. Posid (2007)</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">K. H. Kunze: Ein Roboter als Flugzeugpilot. In: <i>Reclams Universum</i> 51 (1934/35), Heft 14 vom 3. Januar 1935, S. 491–492 (mit 4 Abb.)</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Radioübertragung England 1947, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150118173913/http://www.history.com/speeches/transatlantic-flight-by-autopilot">History.com</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 18. Januar 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-:3-17"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:3_17-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:3_17-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Flight and Aircraft Engineer No 2024 Vol LII, Ausgabe vom 9. Okt. 1947: G. Geoffrey Smith, London, übersetzt aus dem englischen, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.flightglobal.com/pdfarchive/view/1947/1947%20-%201746.html">PDF</a></span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerald Taufretter: <cite style="font-style:italic">Die Ohnmacht der Piloten</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>31</span>, 2009, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>106–118</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-66208623.html">online</a> – <span style="white-space:nowrap;">27. Juli 2009</span>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Autopilot&rft.atitle=Die+Ohnmacht+der+Piloten&rft.au=Gerald+Taufretter&rft.date=2009&rft.genre=journal&rft.issue=31&rft.jtitle=Der+Spiegel&rft.pages=106-118" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-:4-19"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:4_19-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_19-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_19-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_19-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_19-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_19-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_19-6">g</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:4_19-7">h</a></sup></span> <span class="reference-text">Civil Avionics System: Ian Moir, Allan Seabridge, Professional Eng. Publishing UK 2003, S. 273.</span>
</li>
<li id="cite_note-:6-20"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:6_20-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:6_20-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Principles of Avionics Avionics Communications 3. Auflage: Albert Helfrick, 2004</span>
</li>
<li id="cite_note-:7-21"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:7_21-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:7_21-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:7_21-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:7_21-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:7_21-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:7_21-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:7_21-6">g</a></sup></span> <span class="reference-text">Technologie des Flugzeuges, 5. Auflage: Klaus Engmann, Vogel-Verlag 2005</span>
</li>
<li id="cite_note-:9-22"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:9_22-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:9_22-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:9_22-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.faa.gov/regulations_policies/handbooks_manuals/aviation/">Instrument Flying Handbook</a>: FAA, Federal Aviation Administration, US Dep. of Transportation. 2012 (übersetzt aus dem Englischen)</span>
</li>
<li id="cite_note-:10-23"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:10_23-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:10_23-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">D. Briere, P. Traverse: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Airbus A320/A330/A340 electrical flight controls – A family of fault-tolerant systems</cite>. In: <a href="IEEE" class="mw-redirect" title="IEEE">IEEE</a> (Hrsg.): <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">FTCS-23 The Twenty-Third International Symposium on Fault-Tolerant Computing</cite>. 1993, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220731-3071%22&key=cql">0731-3071</a></span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1109/FTCS.1993.627364">10.1109/FTCS.1993.627364</a></span> (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://ieeexplore.ieee.org/document/627364/">ieee.org</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Autopilot&rft.atitle=Airbus+A320%2FA330%2FA340+electrical+flight+controls+-+A+family+of+fault-tolerant+systems&rft.au=D.+Briere%2C+P.+Traverse&rft.date=1993&rft.doi=10.1109%2FFTCS.1993.627364&rft.genre=journal&rft.issn=0731-3071&rft.jtitle=FTCS-23+The+Twenty-Third+International+Symposium+on+Fault-Tolerant+Computing" style="display:none"> </span></span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Autopilots?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Autopilots</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Autopilot" class="extiw external" title="wikt:Autopilot">Wiktionary: Autopilot</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4143715-9">4143715-9</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-11-25" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Autopilot&oldid=261874370">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>